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Rofe Blätter. Gepflückt auf mennonitischem Boden, P. Harder, 1913
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oder nichts!“
antwortete der Alte, „dann Tann’s uns nicht
fehlen !“
„Hört, Alter, nehmt ihr auch fünfzigjährige
Schüler auf?“ ſchrie ih in den Trichter hinein.
Der Alte lachte verſchmitzt: „Daraufhin
bauen wir ja; und dann Tann’s uns nicht fehlen.‘
Nicht wahr, Ernit? Ein ordentlides menno—
nitiihes Lehrerfeminar — wer das noch erleben
dürfte!“ —
BEN
Sein befter Freund.
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J.
Ollte Zeiten.
vor etlihen zwanzig Jahren als Ver—
Täufer in einer Mehlhandlung der alte
Lehrerinvalide 2. Es war jo eine Art
IS von Gnadenbrot zweiter Kategorie, Das
er bier danf dem Mitleid eines reihen Dampf—
müllers aß, denn er taugte gar wenig für diejen
Poſten und ſprach ein entſetzliches Rujjiih. Je—
doch hatte er ein weites, liebewarmes Herz in
ſeiner hohlen Bruſt; und die kleinen munteren
Augen zeugten von Treue und Biederkeit.
L. ſprach nach ſeiner Gewohnheit ſelten. Wenn
aber die Rede auf das Schulgebiet überſchlug,
dann richtete ji) jein gefrümmter Rüden ordent—
lich auf, die Auglein erglänzten, das ganze Ge—
ſicht {dien nu, nu loszuladhen, und der Mund
floß über von dem, was da Drinnen in Der
Herzenstammer noch aufgejpeihert lag aus der
goldenen "Zeit der drei Dezennien, da er noch
hatte dürfen jeinem Berufe leben.
Mir trug der Alte ein ganz bejonderes WoHl-
wollen entgegen. Ich war Damals ein blutjunges
EIER
Lehrerchen, dazu ein Streber vom reinjten Waſſer,
und Hauptjadhe: feines beiten Freundes Sohn.
Lebteres habe ic) auch ſonſt oft hören Dürfen
und habe es immer für ein hohes Glüd geadtet.
Ich wollte aud) dazumal ſchon viel lieber der
Sohn eines beiten Yreundes als der Sohn eines
Generals jein; denn das Gold alter Liebe ilt
edler als joldes, dem Diebe nadgraben und
ſtehlen.
Ja, Ohm Bernd war ſein beſter Freund ge—
weſen; und das wollte viel jagen, hatte der
gute, treuherzige Alte doch gewiß Teinen —
wenigitens feinen nennenswerten Yeind auf dem
ganzen Erdenrund. Sie waren jeinerzeit Klajjen-
genofjen in der Zentralſchule zu H. gewejen und
hatten zujammen manden „Sturm und Wogen-
drang“ erlebt. Da ſitzt 3.8. der Bernd im
Klafjenfeniter, um eines die Straße entlang zu
hauen, während der Jakob mit anderen hart-
föpfigen Kameraden hinter dem Schultiſch Die
greuliden Vokabeln jtudiert. ‚‚Sungen,‘ wendet
ih Bernd plöglid an die Mitichüler, „heute mit-
tag werden wir, Lehrers Koltgänger, alle brum—
men.‘
„Woraus ſchließt du das?“
„Der Lehrer Tauft Fiſch auf der Straße und
in Jolher Auflage, daß man rufen mödte: Was
it das unter jo viele?“
Und richtig, noch bevor die letzte Vormittags
ſtunde abgelaufen war, hatte ein jeglicher jein
Urteil „ohne Mittag‘ vernommen.
Aud auf der Yolterbanf hatten beide wieder-
EN N
RRRREREREREKERETEICTETCHTIEHE
holt gelegen. Damit hatte es nun folgende Be-
wandtnis gehabt: Der Sträfling — Schüler —
mußte ji über eine Bank jtreden, welche mitten
in der Stube des Leh
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[Rofe Blätter. Gepflückt auf mennonitischem Boden, P. Harder, 1913. Сборник личных воспоминаний и этических размышлений меннонита П. Хардера о жизни в меннонитской общине Давлефаново (Уфимская губерния), включая педагогический опыт и вопросы вероуч] IIND: Me nn. Mennonite Historical Libraru Presented By Edwin Weaver Estate N Mennonite Historicat Library. Goshen College - Goshen, Indiana user Alfa; : N der en ® Rofe Blдtter. Gepflьckt auf mennonitifchem Boden von P. Harder. Dawlefanowo, Gouv. Ufa. Verlag der Buchhandlung A. P. Frieen. 833.719- IIFL Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck ohne Erlaubnis des Verlegers verboten. RIND Onhaltsverzeichnis. Bormort: Des, Berfallers a. en nn 5 Ein Abchnitt aus meinem Lehrerleben ............. 7 S 53 REN AUS 65 IUNIEEIDGSE DENE ee we et 97 DANS SIDE N e…